Job.jetzt finden!

News

  • Lohnuntergrenze AÜG wieder über Mindestlohn

    Gestern meldeten verschiedene Medien die Entgelte, auf die sich die Mindestlohnkommission für die Jahre 2021 und 2022 geeinigt hat. Nur wenige Tage zuvor, am 25.06.2020, hat das Bundesarbeitsministerium den Entwurf einer 4. Verordnung über eine Lohnuntergrenze in der Arbeitnehmerüberlassung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit einem Inkrafttreten ist zum 01.08.2020 zu rechnen. Je nach Tarifgebiet und Zeitraum liegt dann die Lohnuntergrenze gemäß § 3a AÜG zwischen 0,38 € und 1,06 € über dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. Nachfolgend die Werte im Einzelnen: Mindestlohngesetz  Euro  Lohnuntergrenze AÜG  Tarifgebiet Ost / Westoder bundesweit in Euro  ab 01.01.2021  9,50  01.08*.2020 – 30.09.2020  9,88 / 10,15  ab 01.07.2021  9,60  01.10.2020 – 31.03.2021  10,10 / 10,15  ab 01.01.2022  9,82  01.04.2021 – 31.03.2022  10,45  ab 01.07.2022  10,45  01.04.2022 – 31.12.2022  10,88 *voraussichtlicher Termin ≡ Link

  • Ab 01. Juli neue Entgeltgruppendefinitionen und erstmals EG 2a und 2b

    Zum 01. Juli 2020 treten die Änderungen in den Entgeltgruppen EG 2 bis EG 4 in Kraft. Die Definitionen der EG 3 und EG 4 wurden dabei neu gefasst. Die bisherige EG 2 ist in die EG 2a und EG 2b aufgesplittet worden. Mitarbeiter, die nun in der neuen EG 2b eingestuft werden, profitieren somit von einer Lohnerhöhung auf 11,38 EUR West und 10,74 EUR Ost. Im Rundschreiben 09 / 2020 haben wir die Änderungen in den BAP / iGZ Tarifverträgen bereits ausführlich erörtert. ≡ Link auf RS 09 / 2020

  • Beitragszuschlag der VBG laut BSG rechtmäßig

    Ein Beitragszuschlag wird nach Arbeitsunfällen zusätzlich erhoben, wenn diese besonders hohe Kosten verursachen, z. B. durch Bezug einer Rente. Das Landessozialgericht Baden-Württemberg hatte am 26.01.2018 (Az.: L 8 U 1680/17) entschieden, dass die Beitragszuschläge nach § 29 der Satzung der VBG rechtswidrig seien, weil die einschlägige Regelung zu Zufallsergebnissen führe und somit gegen den Gleichheitssatz nach Art. 3 Grundgesetz verstoße. Dem folgte das Bundessozialgericht mit zwei Entscheidungen vom 23.06.2020 nicht. Es schloss sich der Auffassung des LSG Bayern an, welches den Beitragszuschlag für rechtmäßig hielt (Az.: B 2 U 10/18 R – „führendes Verfahren“, Vorinstanz LSG Bayern vom 28.02.2018 – L 2 U200/15; B 2 U 4/18 R). Auch in allen noch offenen Fällen hat die VBG damit abschließend Anspruch auf den Beitragszuschlag. Bisher liegt uns nur der Terminbericht (5. Verfahren am 23.06.) vor. Sobald das Urteil im Volltext veröffentlicht worden ist, werden wir in einem Rundschreiben berichten. ≡ Link

  • Lünendonk®-Liste 2020: Führende Anbieter verzeichnen starken Umsatzrückgang in 2019

    Das zurückliegende Geschäftsjahr 2019 war im Wesentlichen beeinflusst von verschärfter Regulierung im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, insbesondere der Überlassungshöchstdauer, und einer beginnenden Konjunkturschwäche in der Industrie. Zudem spürten die Zeitarbeitsunternehmen vor allem den Fachkräfte- und Personalmangel Bei den 25 führenden Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland ist im Jahr 2019 der Umsatz im Durchschnitt um -8,2 Prozent gegenüber 2018 gesunken. Die zehn führenden Unternehmen im Markt verzeichnen mit durchschnittlich -12,2 Prozent einen noch größeren Umsatzrückgang als alle Unternehmen, die in der Lünendonk®-Liste erfasst sind. Absolut belaufen sich die Umsatzrückgänge der drei größten Unternehmen in Deutschland auf minus 743,1 Millionen Euro: Randstad -324,0 Mio. €;  Adecco -224,9 €;  Manpower -194,2 €. Den größten relativen Umsatzrückgang verbucht I.K. Hofmann aus Nürnberg auf dem unveränderten fünften Platz des Rankings mit minus 24,0 Prozent oder 504,6 Millionen Euro Jahresumsatz (2018: 664,0 Mio. €). Im Gegensatz dazu verbuchen die drei Unternehmen Amadeus FiRe, Hays und Robert Half jeweils eine überdurchschnittliche Umsatzsteigerung. Diese Unternehmen haben sich auf die Überlassung von Experten sowie höherqualifiziertem Personal spezialisiert. ≡ Link auf die Lünendonk-Liste und Pressemitteilung

  • Rolle-Rückwärts: Krankschreibungen weiterhin per Telefon möglich

    Der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen (G-BA) hat, wie deren Vorsitzender Josef Hecken am gestrigen Montag mitteilte, eine inhaltlich angepasste Regelung zur telefonischen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit durch Vertragsärztinnen und Vertragsärzte beschlossen. Auszugsweise Wiedergabe der Pressemitteilung Nr. 20 / 2020 vom 21. April 2020: Befristet bis zum 4. Mai 2020 darf die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei Versicherten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik aufweisen, für einen Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen auch nach telefonischer Anamnese erfolgen. Das Fortdauern der Arbeitsunfähigkeit kann im Wege der telefonischen Anamnese einmalig für einen weiteren Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen festgestellt werden. Die telefonische Anamnese durch die Vertragsärztin oder den Vertragsarzt muss im Wege der persönlichen ärztlichen Überzeugung vom Zustand der Versicherten oder des Versicherten durch eingehende telefonische Befragung erfolgen. Der Beschluss tritt nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger mit Wirkung vom 20. April 2020 in Kraft. Rechtzeitig vor Auslaufen der Ausnahmeregelung am 4. Mai 2020 wird der G-BA über eine mögliche erneute Verlängerung entscheiden. ≡ Link