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News

  • Lünendonk®-Liste 2019: Führende Anbieter verzeichnen schwächste Entwicklung seit 2012

    Nach etlichen Jahren mit teilweise rasant steigenden Umsätzen musste die Zeitarbeitsbranche im zurückliegenden Jahr 2018 einen Dämpfer hinnehmen. Die führenden 25 Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen steigerten den Umsatz um lediglich 2,1 Prozent, wie aus der aktuellen Umfrage der Marktforschungsgesellschaft Lünendonk hervorgeht. Als Ursachen für diese Entwicklung gelten: die Auswirkungen der AÜG-Reform mit Equal Pay nach 9 Monaten Einsatzdauer sowie der Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten, die „leergefegten“ regionalen Arbeitsmärkte und die schwächelnde Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte, vor allem in der Automobilbranche. Es gibt allerdings auch gegenläufige Effekte. So führt die AÜG-Reform dazu, dass Experten wie bspw. hochspezialisierte IT-Fachleute bei den Kunden weder als Selbständige (Freelancer) noch auf Grundlage von Werkverträgen sondern wegen der größeren Rechtssicherheit im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung eingesetzt werden. Für die Geschäftsjahre ab 2020 zeigen sich die Unternehmen wieder optimistischer. Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk & Hossenfleder GmbH, schätzt die Lage daher als eine „vorübergehende Wachstumsdelle“ ein. → Link zur Pressemitteilung von Lünendonk → Link auf die Lünendonk-Liste Britta Beeger, Wirtschaftsredakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) greift die aktuelle Umfrage in der Zeitarbeitsbranche auf und setzt sich zudem mit dem Personalmangel als langfristige Herausforderung für die Personaldienstleister auseinander. In der Printausgabe der F.A.Z. vom 21.05.2019 lautet die Schlagzeile: „Eine Zahnzusatzversicherung für Zeitarbeitskräfte“. Das mittelständische Unternehmen Franz & Wach habe sich über freiwillige Zusatzleistungen, wie zusätzliche Urlaubstage, Mitgliedschaften im Fitnessstudio oder eigenen Fahrdienst für die externen Mitarbeiter hinaus als ungewöhnliches Extra die Zahnarztzusatzversicherung ausgedacht. Denn die würden sich viele Zeitarbeitskräfte trotz teils guter Verdienste selbst nicht leisten, sagt Geschäftsführer Andreas Nusko. → Link zum F.A.Z.-Artik […]

  • Abweichende Überlassungshöchstdauer in 109 Tarifverträgen

    Im April 2019 gab es bundesweit 109 Tarifverträge, in denen die Überlassungshöchstdauer von Zeitarbeitnehmern auf mehr als 18 Monate ausgeweitet wurde. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf die so genannte Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen zu der „Bilanz zwei Jahre nach der Reform der Leiharbeit“ hervor, siehe BundestagsDrucksache 19/9779, auszugsweise Wiedergabe: Im Tarifregister des Bundes sind mit Stand vom April 2019 109 Tarifverträge registriert, in denen die Höchstüberlassungsdauer auf mehr als 18 Monate ausgeweitet wurde. Die tangierten Branchen und die Korridore zu den jeweiligen Überlassungshöchstdauern können der nachstehenden Tabelle entnommen werden. BV-Kunden können die Bundestags-Drucksache im Kundenbereich > Fachliteratur > AÜG Reform 2017/2018 downloaden, → Link. […]

  • Aktuelle Befragung des Statistischen Bundesamts: Bürokratischer Aufwand (Zeit und Kosten) aufgrund der AÜG-Reform

    Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden führt derzeit eine Befragung durch, mit welchem bürokratischem Aufwand die Personaldienstleister durch die Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) belastet werden. Es geht hierbei um den Aufwand für diese konkreten Bereiche: Unterrichtung der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer vor jedem Einsatz und die dazugehörige Dokumentation Konkretisierung der Namen der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer im Vertrag vor Beginn der Überlassung Arbeitsmaßnahmen/Veränderungen in der Einsatzplanung im Rahmen der Überlassungshöchstdauer Erstellen einer Vergleichsberechnung im Zusammenhang mit Equal-Pay Aus unserer Sicht ist besonders interessant, dass mit diesem Fragebogen auch Verbesserungsvorschläge eingebracht werden können, vgl. Frage 5-01: Haben Sie Verbesserungsvorschläge oder Anregungen, wie die gesetzliche Vorgabe vereinfacht oder unbürokratischer umgesetzt werden kann? Der Fragebogen ist nicht auf der Website des Statistischen Bundesamts veröffentlicht. Die Verbände BAP und iGZ haben diesbezüglich bereits ihre Mitgliedsunternehmen unterrichtet. Den Fragebogen können unsere BV-Kunden im Kundenbereich unserer Website herunterladen,  → Link. Der ausgefüllte Erhebungsbogen kann bis 06. Mai 2019 an die darin genannte Kontaktadresse bzw. Kontaktperson übermittelt werden. Es wäre hilfreich, wenn möglichst viele Zeitarbeitsunternehmen proaktiv an dieser Befragung teilnehmen. Denn die Ergebnisse dieser Befragung werden sicherlich in der Evaluierung zur AÜG-Reform im nächsten Jahr einfließen, siehe § 20 AÜG: Die Anwendung dieses Gesetzes ist im Jahr 2020 zu evaluieren. […]

  • Aktualisiertes Merkblatt der BA mit Stand 03/2019 für Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer veröffentlicht

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ein neues Merkblatt für Leiharbeitnehmer mit dem Stand 03/2019 veröffentlicht. Die Vertragsarbeitgeber bzw. Personaldienstleister (Verleiher) sind verpflichtet, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Leiharbeitnehmern) das Merkblatt der Erlaubnisbehörde bei Vertragsschluss auszuhändigen (§ 11 Absatz 2 AÜG). Insgesamt erfolgten acht redaktionelle Änderungen / Ergänzungen sowie die Einfügung komplett neuer Inhalte. Bemerkenswert sind unseres Erachtens folgende zwei amtlichen Hinweise bzw. Klarstellungen: Im Abschnitt A. Arbeitsverhältnis – siehe Seite 1 Die Festhaltenserklärung legalisiert weder für die Vergangenheit noch für die Zukunft die rechtswidrige Arbeitnehmerüberlassung. Die Überlassung ist sofort zu beenden. Abschnitt C. Lohnuntergrenze und Branchenmindestlöhne Der Lohnuntergrenzenanspruch ist besonders geschützt. Einzelvertragliche oder tarifvertragliche sog. Ausschluss- oder Verfallfristen, die den Verfall von Ansprüchen aus dem Arbeitsverhältnis vorsehen, falls der Anspruch nicht innerhalb einer bestimmten Frist (z.B. 3 Monate) geltend gemacht wird, können den Lohnuntergrenzenanspruch nicht erfassen. Der Arbeitgeber kann in diesen Fällen die Zahlung einer Vergütung in Höhe der Lohnuntergrenze nicht wegen des Ablaufs der Ausschluss- oder Verfallfrist verweigern. Einzelvertragliche Ausschluss- oder Verfallsfristen können wegen des Verstoßes gegen das Transparenzgebot des § 307 Absatz 1 Satz 2 BGB insgesamt unwirksam sein, wenn sie den Lohnuntergrenzenanspruch nicht ausnehmen. In diesem Fall kann sich der Arbeitgeber auch im Hinblick auf Ihre ggf. über den Lohnuntergrenzenanspruch hinausgehenden einzelvertraglichen Lohnansprüche nicht auf die Ausschluss- oder Verfallsfrist berufen. BV-Kunden können sich das neue BA-Merkblatt mit den gelb markierten, relevanten Textpassagen im Kundenbereich > Fachliteratur > Recht downloaden, → Link. […]

  • Brexit / Ende der EU-Mitgliedschaft Großbritanniens und Nordirlands · Widerruf von AÜG-Erlaubnissen kraft Gesetzes zum 30. März 2019

    Seitens der Bundesregierung liegt ein Gesetzentwurf zu Übergangsregelungen in den Bereichen Arbeit, Bildung, Gesundheit, Soziales und Staatsangehörigkeit nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union vor. Der Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales hat am 20. Februar 2019 die Annahme des Gesetzentwurfes in geänderter Fassung angenommen, → Link. Teil 2 des vorliegenden Gesetzentwurfs regelt u.a. die Arbeitnehmerüberlassung. § 40 Arbeitnehmerüberlassung Erlaubnisse nach § 1 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes für Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland und für Verleiher mit Sitz im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland, die vor dem 30. März 2019 erteilt wurden, gelten als mit Wirkung zum 30. März 2019 widerrufen. § 2 Absatz 4 Satz 4 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes gilt entsprechend, wenn die Ausübung der Arbeitnehmerüberlassung aus einem Betrieb, Betriebsteil oder Nebenbetrieb erfolgt, der in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum liegt. Die Stellungnahme der Bundesagentur für Arbeit lautet: Der Widerruf von Erlaubnissen zur Arbeitnehmerüberlassung zum 30. März 2019 vermeide zusätzlichen Verwaltungsaufwand der BA. Die zwölfmonatige Abwicklungsfrist schütze Leiharbeitskräfte in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum. Nach unseren Recherchen wären aktuell 73 britische Personen bzw. Unternehmen betroffen, die derzeit im Besitz einer AÜG-Erlaubnis sind. […]