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News

  • Bericht der Bundesagentur für Arbeit zur Beschäftigungsstatistik: „Aktuelle Entwicklungen in der Zeitarbeit“

    Am 22. Juli 2019 veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit (BA) ihre Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung für den Berichtszeitraum 2. Halbjahr 2018. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren eine Million Leiharbeitnehmer in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt – fast 32.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Zum 31.12.2018 lag die Zahl der Leiharbeitnehmer gerundet bei 924.000. Diese Kennzahlen berücksichtigen auch die externen Arbeitnehmer, die von so genannten „Mischbetrieben“ beschäftigt werden, wie bspw. IT- / Ingenieur- oder Gebäudereinigungsdienstleister, deren wirtschaftlicher Schwerpunkt in einer anderen Branche liegt. Der Bestand an Leiharbeitnehmern in 11.600 „Verleihbetrieben“ mit eindeutigem Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung betrug zum 31.12.2018 lediglich 722.000. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren es 788.000 beschäftigte Leiharbeitnehmer. Auszugsweise Wiedergabe aus dem BA-Bericht zum Aspekt Zeitarbeit als *Frühindikator*:Der im Jahr 2018 eingetretene saisonbereinigte Rückgang der Beschäftigung in der Zeitarbeit ist – anders als im Jahr 2008 – zunächst nicht als Vorbote eines konjunkturellen Einbruchs zu werten. Schon wegen des zeitlichen Zusammenhangs ist davon auszugehen, dass die jüngsten gesetzlichen Regulierungen der Zeitarbeit zumindest bis in den Herbst hinein den Beschäftigungsrückgang verursacht haben. Die im zweiten Halbjahr 2018 einsetzende Abschwächung der konjunkturellen Dynamik könnte diesen Abbau verstärkt und abgelöst haben. So wird zwar auch für 2019 insgesamt ein Beschäftigungswachstum erwartet. Dieses wird aber für das Produzierende Gewerbe, das einen nicht unerheblichen Teil der Zeitarbeitnehmer einsetzt, merklich schwächer ausfallen als noch 2018. Darüber hinaus führt der Fachkräftemangel dazu, dass Leiharbeitnehmer vermehrt vom Entleihbetrieb übernommen wurden oder eine Beschäftigung außerhalb der Zeitarbeit gefunden haben. Zum Aspekt *Beschäftigungsdauer*:Von den 835.000 im zweiten Halbjahr 2018 beendeten Zeitarbeitsverhältnissen dauerten 15 Prozent (129.000) mindestens 18 Monate. 12 Prozent (102.000) der beendeten Beschäftigungsverhältnisse dauerten zwischen neun bis zu 18 Monaten. Nach weniger als einem Monat endeten zuletzt 28 Prozent (236.000) aller Leiharbeitsverhältnisse, 21 Prozent (176.000) wurden in einem Zeitraum von mindestens einem bis unter drei Monaten beendet. Nach wie vor scheinen Verleiher ihren Personalbestand somit möglichst elastisch ihrer Auftragslage anzupassen. Weitere interessante Daten und Fakten erhalten unsere Beratungsvertrags-Kunden in den nächsten Tagen, wie immer, in einem ausführlichen Rundschreiben. → Link auf BA-Broschüre „Aktuelle Entwicklungen in der Zeitarbeit“ im Kundenbereich unserer Websit […]

  • Aktualisiertes Merkblatt der BA mit Stand 07/2019 für Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer veröffentlicht

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ein neues Merkblatt für Leiharbeitnehmer mit dem Stand 07/2019 veröffentlicht. Die Vertragsarbeitgeber bzw. Personaldienstleister (Verleiher) sind verpflichtet, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Leiharbeitnehmern) das Merkblatt der Erlaubnisbehörde bei Vertragsschluss auszuhändigen (§ 11 Absatz 2 AÜG). Zu Beginn auf der ersten Seite (in der linken Textspalte) wurde dieser „klarstellende“ Hinweis neu eingefügt: „Dieses Merkblatt enthält die wesentlichen Inhalte des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) und spiegelt die Rechtsauffassung der Bundesagentur für Arbeit wider. Die nachfolgenden Ausführungen können eine Rechtsberatung im Einzelfall nicht ersetzen.“ Es erfolgten keine weiteren redaktionellen bzw. inhaltlichen Änderungen. Die BA hält an ihrer umstrittenen rechtlichen Auffassung zu den Ausschlussfristen fest, siehe Seite 4 – linke Textspalte, letzter Absatz – zu Abschnitt C. Lohnuntergrenze und Branchenmindestlöhne (vgl. unsere TOP-INFO vom 14.03.2019). BV-Kunden können sich das neue BA-Merkblatt im Kundenbereich > Fachliteratur > Recht downloaden, → Link. […]

  • Neuer Mindestlohn im Gerüstbauerhandwerk

    Die fünfte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Gerüstbauer-Handwerk wurde am 28. Juni 2019 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der bundesweit einheitliche Mindestlohn von 11,88 € gilt ab heute 01. Juli 2019 und tritt zum 31. Juli 2020 außer Kraft. In der Arbeitnehmerüberlassung dürfte dieser Mindestlohn nur selten zur Anwendung kommen. Denn in den meisten Fällen sind Einsätze im Gerüstbau mit dem sogenannten Bauverbot gemäß § 1b AÜG nicht zu vereinbaren. → Link auf 5. Rechts-VO → Link auf Tabelle der Branchenmindestlöhne nach dem AEntG […]

  • Lünendonk®-Liste 2019: Führende Anbieter verzeichnen schwächste Entwicklung seit 2012

    Nach etlichen Jahren mit teilweise rasant steigenden Umsätzen musste die Zeitarbeitsbranche im zurückliegenden Jahr 2018 einen Dämpfer hinnehmen. Die führenden 25 Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen steigerten den Umsatz um lediglich 2,1 Prozent, wie aus der aktuellen Umfrage der Marktforschungsgesellschaft Lünendonk hervorgeht. Als Ursachen für diese Entwicklung gelten: die Auswirkungen der AÜG-Reform mit Equal Pay nach 9 Monaten Einsatzdauer sowie der Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten, die „leergefegten“ regionalen Arbeitsmärkte und die schwächelnde Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte, vor allem in der Automobilbranche. Es gibt allerdings auch gegenläufige Effekte. So führt die AÜG-Reform dazu, dass Experten wie bspw. hochspezialisierte IT-Fachleute bei den Kunden weder als Selbständige (Freelancer) noch auf Grundlage von Werkverträgen sondern wegen der größeren Rechtssicherheit im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung eingesetzt werden. Für die Geschäftsjahre ab 2020 zeigen sich die Unternehmen wieder optimistischer. Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk & Hossenfleder GmbH, schätzt die Lage daher als eine „vorübergehende Wachstumsdelle“ ein. → Link zur Pressemitteilung von Lünendonk → Link auf die Lünendonk-Liste Britta Beeger, Wirtschaftsredakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) greift die aktuelle Umfrage in der Zeitarbeitsbranche auf und setzt sich zudem mit dem Personalmangel als langfristige Herausforderung für die Personaldienstleister auseinander. In der Printausgabe der F.A.Z. vom 21.05.2019 lautet die Schlagzeile: „Eine Zahnzusatzversicherung für Zeitarbeitskräfte“. Das mittelständische Unternehmen Franz & Wach habe sich über freiwillige Zusatzleistungen, wie zusätzliche Urlaubstage, Mitgliedschaften im Fitnessstudio oder eigenen Fahrdienst für die externen Mitarbeiter hinaus als ungewöhnliches Extra die Zahnarztzusatzversicherung ausgedacht. Denn die würden sich viele Zeitarbeitskräfte trotz teils guter Verdienste selbst nicht leisten, sagt Geschäftsführer Andreas Nusko. → Link zum F.A.Z.-Artik […]

  • Abweichende Überlassungshöchstdauer in 109 Tarifverträgen

    Im April 2019 gab es bundesweit 109 Tarifverträge, in denen die Überlassungshöchstdauer von Zeitarbeitnehmern auf mehr als 18 Monate ausgeweitet wurde. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf die so genannte Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen zu der „Bilanz zwei Jahre nach der Reform der Leiharbeit“ hervor, siehe BundestagsDrucksache 19/9779, auszugsweise Wiedergabe: Im Tarifregister des Bundes sind mit Stand vom April 2019 109 Tarifverträge registriert, in denen die Höchstüberlassungsdauer auf mehr als 18 Monate ausgeweitet wurde. Die tangierten Branchen und die Korridore zu den jeweiligen Überlassungshöchstdauern können der nachstehenden Tabelle entnommen werden. BV-Kunden können die Bundestags-Drucksache im Kundenbereich > Fachliteratur > AÜG Reform 2017/2018 downloaden, → Link. […]